Was ist eine Borderline-Persönlichkeitsstörung?

 

Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) oder auch emotional instabile Persönlichkeits-Störung des Borderline-Typs genannt,  ist die Bezeichnung für eine Störung, die durch Impulsivität und Instabilität in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen, Stimmungen und Selbstbild gekennzeichnet ist.

 

Bei dieser Störung sind die Bereiche Gefühle, Denken und Handeln beeinträchtigt.

Dies zeigt sich in negativen und paradox wirkenden Verhaltensweisen in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie gegenüber sich selbst aus. Borderline wird häufig von weiteren Problemen und Störungen begleitet, oft bestehen nebenher Depressionen, Aufmerksamkeitsstörungen, Hochsensibilität und Angststörungen.

 

Im Klassifikationssystem der American Psychiatric Association müssen mindestens fünf der folgenden Kriterien erfüllt sein:

 

  1. Hektisches Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.
  2. Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
  3. Ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
  4. Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen wie z.B. exzessives Geldausgeben.
  5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmorddrohungen oder selbstverletzendes Verhalten.
  6. Instabilität der Affekte.
  7. Chronisches Gefühle von Leere.
  8. Unangemessene und heftige Wut oder Schwierigkeiten, diese Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche).
  9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder dissoziative Symptome.
 

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